Digitale Restauration 

Graupner F-1 BENETTON FORD - 2WD

Willkommen zu einem Streifzug durch die Ergebnisse der digitalen Restauration eines 1:8 Racing Onroad-Verbrennermodells mit 2WD von 1996.

   

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Völlig unabhängig von der Tally Umfrage tauchte bei mir ein Projekt quasi 'Out of the Box' auf, das ich völlig aus den Augen verloren hatte. Wie von Geisterhand stand auf meinem Arbeitsplatz plötzlich der Graupner F-1 Glattbahnracer 2WD in der Benetton Ford Ausführung, angelehnt an den Original Benetton B194, mit der damals Michael Schuhmacher die erste Fahrerweltmeisterschaft holte.


Erstanden ca. 2021 aus der Insolvenzauflösung des Graupner Showrooms in Kirchheim u. Teck 2012. Ein echter Glücksfall, da dieses Car mit einigen Upgrades wie. z.B. 2-Gang Automatikgetriebe ausgestattet war. Die Neugierde ließ mich dann eines Abends das Modell teilweise demontieren und plötzlich war ich mitten in der digitalen Restauration.


Die zugehörige Projektseite baue ich diesmal etwas anders auf, indem ich die Wochenergebnisse jeweils kurz in Bild und Wort darstelle. Quasi als Tagebuch. Freue mich daher, wenn ihr ab und an mal vorbeischaut und den Fortschritt mit verfolgt. Kommentare hier willkommen!

KW09-26


Baustufe 13 - Hinterer Hauptspoiler


Wie bereits geschrieben: Ungeplant in das Projekt gestolpert, anders kann ich es nicht ausdrücken. Am schnellsten war tatsächlich der hintere Spoiler demontiert. Also fangen wir eben von hinten an ...


Bestehend aus dem Hauptträger, einer im Winkel verstellbaren Spoiler-Basis, dem oberen und unteren Hauptflügel sowie den Seitenflügeln war der Aufwand überschaubar. Meine Projektauswertung weist mir knapp 25h aus.


Offen ist aktuell noch die gesamte Dekorbeschriftung. Diese muss hier auch auf gekrümmte Oberflächen aufgebracht werden, das ist ohne Verzerrung mitunter etwas tricky. Das hebe ich mir für den Schluss auf, wenn ich die Lexankarosserie modelliere.

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Baustufe 05 - Vorderachse Teil 1


Bestehend aus der Grundplatte, der Zentralhalterung sowie den Achsgabeln und der Achs-Zentralwelle. Nicht so schwierig zu konstruieren. Vielleicht mit Ausnahme der Achsgabel, hier musste ich vorab etwas überlegen, damit das Teile-Design so aufgebaut ist, dass später problemlos das Spiegelteil abgeleitet werden kann.


Für die Spurstangen habe ich einzelne Baugruppen angelegt, die in der Länge variierbar sind, so dass später immer die passende Länge unabhängig von dem Montagewinkel der Hauptachse eingestellt werden kann, ohne immer die komplette Baugruppe anzufassen. Abschließend wurde noch die Domlagerung für den Servosaver modelliert. In einer späteren Baustufe wird dann die Lenkansteuerung ergänzt inkl. Servo und Servosaver.

KW11-26


Baustufe 06 / 07 - Vorderachse Teil 2 - Servo Saver


Hier ging es nun um den linken und rechten Achsschenkel, Achsschenkellager sowie Anlenkhebel und Radachsen.


Außderdem begann jetzt das Design 'mechanisch' zu werden - die komplette Lenkungsmechanik ist als Mechanismus ausgelegt und kann dynamisch bewegt werden. Das sind für mich immer die besonderen Momente, in denen aus den vielen Einzelteilen dann eine dynamische Baugruppe erwächst, die bzgl. Lenkausschlag, Spur etc. dem Original entspricht (und bzgl. damit möglicher Simulationen sogar darüber hinaus Erkenntnisse bringt!). Abgeschlossen habe ich diese Konstruktionswoche dann mit dem mehrteiligen Nylon Servohalter, im Modell mehrfach verwendet.


Beim Hoovern über das obere Bild zeigt sich der Servo-Saver, der ebenfalls dynamisch inkl. Spannfeder konstruiert wurde.

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Baustufe 08 - Reifen, Felgen


Eine eher unspektakuläre Aufgabe … dachte ich zumindest. Die Vorderradfelge ging schnell von der Hand, Felge und Speichen sind relativ geradeaus ohne Schnörkel. Die Hinterradfelge etwas komplexer, auch die Aufnahme des Mitnehmerstiftes. Etwas später habe ich dann eine Reifenbeschriftung modelliert - die schwarzen Originalreifen ohne jede Beschriftung sahen einfach so gar nicht nach Formel-1 aus. Dann das ganze noch coloriert, die Laufflächen etwas heller - fertig.


Pfiffig fand ich die Ausführung der Schnellbefestigung der Hinterradfelgen. Wie stabil oder wettbewerbstauglich diese aber wirklich ist kann ich (noch) nicht beurteilen.


Bei mir im Original waren Regenreifen mit Profil (Intermediate) montiert. Die werde ich in einer späteren Baustufe noch nachmodellieren.

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Baustufe 02 - Hinterachse-Getriebeblock - Bremse - Differenzial


Hier wurde es jetzt interessant. An den Lagerböcken waren die notwendigen Maße nicht ganz problemlos abzunehmen. Außerdem war auch hier wieder zu beachten, dass man die gegenüberliegende Seite als Spiegelteil erzeugen will. Das hat Einfluss auf die grundlegenden Referenzen und Geometrie-abhängigkeiten, damit das nachher auch sauber funktioniert. Ich lege Spiegelteile immer als vollständige abhängige Kopien an, so dass später ggf. notwendige Änderungen am Originalteil auch nach Regenerieren am Spiegelteil ersichtlich sind.


Spannend war dann auch das Differenzial. Hier sind alle Zahnräder im Modul 1 als Stirnzahnräder ausgeführt. Konstruktion von Zahnrädern mit passender Evolventengeometrie nach Norm finde ich immer spannend, auch wenn es geeignete Hilfsmittel gibt. Abgeschlossen wurde diese Woche dann mit den Teilen rund um die Bremse, Zahnriemen 90XL und Hauptrad. 

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Baustufe 03 - 2-Gang-Automatikgetriebe - Bremse


Das Modell aus dem Graupner Showroom, das ich ersteigern konnte, hatte als Tuningteil ein einstellbares 2-Gang-Automatikgetriebe verbaut. Erster Gang mit einem 50er Kunststoffzahnrad, zweiter Gang mit einem 46er. Als zugehörige Kupplungsglocke war Best.-Nr. 4881.180 mit 15/18 Zähnen verbaut. Ich habe mir dann die Mühe gemacht und die Übersetzungsverhältnisse inkl. Zahnriemenrad und -ritzel berechnet. 


Gang 1 hat dann 8,21:1, Gang 2 6,29:1. Bei einer Motordrehzahl von ca. 29.500 1/min kommt man im Gang 1 rechnerisch auf ca. 54 km/h und Gang 2 auf 70,5 km/h. Der 1. Gang ist eher lang, ein 16/19er Antriebsritzel oder 16/20er scheint mir eine bessere Wahl. Das passende Setup müsste man aber direkt auf der Strecke ermitteln. Mit 16/20 ergibt sich theoretisch eine Übersetzung von 7,69:1 und 58 km/h und 5,66:1 mit bis zu 78 km/h.


Abgeschlossen habe ich diese Baustufe dann mit Scheibenbremse und Mitnehmer sowie dem Zusammenbau aller Teile als funktionales Assembly.

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Baustufe 01 / 04 - Chassis - Hinterachshalterung


Nachdem Vorder- und Hinterachse als Baugruppen modelliert waren ging es nun darum, diese mit dem Chassis zusammenzuführen. Das Chassis selber besteht aus  einem 1,8 mm Stahlblech, bei dem der hintere Abschnitt für den Heckspoiler nach oben gebogen ist. Das Chassis ist somit als Blechbiegeteil ausgeführt.


Etwas aufwändiger war die Positionsbestimmung der ganzen Senkbohrungen. Hier muss man beim Maßnehmen immer mit Ungenauigkeiten rechnen, die sich erst später beim Zusammenbau mit den anderen Komponenten zeigen, dann aber meist problemlos korrigiert werden können.


Die Achshalter der Hinterachse inkl. der Abstützungen waren dann ebenso schnell erstellt wie die Komponenten für das Chassis (RC-Dome, Kraftstofftank-Dome, Servohalterung und Karosseriestütze). 

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Baustufe 09 - Tank


In der Konstruktionswoche war auch beruflich bedingt nur wenig Zeit. Genau richtig, um eine kleinere und in sich abgeschlossene Baugruppe anzugreifen. Ich hatte mir hierzu im Vorfeld von einem Modellbauhändler einen Kit des Tanks nachbestellt, da ich das Original erst hätte komplett reinigen müssen. 


Die Tankhalbschalen sind in der digitalen Restauration separate Teile, geliefert wird der Tank als fertig verklebte Komponente inkl. des intern bereits verschraubten Bodenschotts. Die Unterschale hat noch zwei Querschotts. In Kombination sollte das dafür sorgen, dass der Kraftstoff blasenfrei an den Vergaser kommt.


Konstruktiv etwas spannender war dann die Deckelfeder. Über geeignete Skizzen und in Kombination mit spiralförmigen Zugelementen aber auch schnell erstellt, wenn man weiß wie. ;o)

KW17-26


Baustufe 10 - Kupplung


Mit immer noch wenig Zeit unter der Woche (und auch am Wochenende) war die Kupplung inkl. Doppelritzelglocke eine sinnvolle nächste Baugruppe.


Hier konnte ich einige Teile von meinem Carson - KING OF DIRT - 4WD fast unverändert übernehmen. Die Kupplungsfedern habe ich neu als flexible Komponente erstellt. Will heißen: Wenn die Kupplungsbacken durch die Fliehkraft auseinander gedrückt werden passen sich die Federn an.


Im Simulationsmodul könnte man jetzt die Federkraft über der Auslenkung berechnen lassen und damit bestimmen, ab welcher Drehzahl die Kupplung anfängt zu greifen. Das wäre tatsächlich mal eine spannende Aufgabe für später...

KW18-26


Baustufe 12 - RC-Elektronik und Gestänge


Der RC-Einbau bei Cars ist ja prinzipiell relativ überschaubar: Gasservo, Lenkservo, Empfänger, Batteriepack, IO-Schalter - fertig.


Beim Empfänger habe ich allerdings einen 'aktuellen' 2,4 GHz Empfänger genommen, den hatte ich gerade zur Hand. Baujahresgerecht wäre es eher z.B. ein C12 - 40 MHz oder vergleichbar. Vielleicht modelliere ich den bei Gelegenheit nach.


Freuen tue ich mich auf diese Art von Modellierung immer auch, weil die Verdrahtung eine Spezialität von mir ist und die Designs einfach inkl. Verdrahtung cooler und realitätsnaher aussehen. 

Länge ca.                       550 mm

Breite ca.                       265 mm

Höhe ca.                        160 mm

Radstand                       305 mm

Spurweite vorne          227 mm

Spurweite hinten         205 mm

Vorderreifen                 60 x 80 mm Ø

Hinterreifen                  35 x 72 mm Ø

Getriebe Gang 1           8,21:1

Getriebe Gang 2           6,29:1

Kupplung                       2-Backen Teflon Zentrifugalkupplung

Motor                             OS-MAX-21SE-BX-ABC mit Extremkühlkopf

Fernsteuerung              4-Kanal




In Bearbeitung
















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